Patienteninformationen
Hier finden Sie unsere Patienteninformationen zu interessanten Gesundheitsthemen. Dieser Bereich wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt.
Alles für Ihre Gesundheit
Was der Herbstwald an Gesundem liefert
Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Herbsttag durch den noch dicht belaubten Herbstwald zu spazieren? Die Natur zeigt sich von ihrer farbenfrohesten Seite und der Wald präsentiert jetzt so manche gesundheitlich hochwertige Frucht. Viele von diesen werden sogar pharmazeutisch genutzt und zu gesundheitlich hochwertigen Arzneien verarbeitet.
Rosskastanien enthalten Saponine, das sind Stoffe, die nachweislich positiv auf die Venen wirken und Ödembildungen verhindern können.
Wal- und Haselnüsse. Ernährungsexperten raten vor allem älteren Menschen, auf eine ausreichende Zufuhr von Zink zu achten. Zu den besten Lieferanten zählen Wal- und Haselnüsse. Die schmackhaften Früchte liefern pro hundert Gramm 3,42 mg Zink, pro Tag sollten bei Erwachsenen 7-10 mg auf dem Speiseplan stehen.
Rinden von Pappel oder Weide. Verwendet werden die Rinden von Pappel oder Weide. Sie gelten als hervorragende Therapeutika bei rheumatischen Erkrankungen, sollen zur Abnahme des Schmerzes und zu einer Verbesserung der Beweglichkeit beitragen.
Moos, da allerdings bevorzugt die isländische Form, wird bei Erkältungserkrankungen eingesetzt. Es legt eine Art Schutzfilm über den Rachenraum und mindert so starken Hustenreiz.
Wacholderbeeren wurden schon vom berühmten Pfarrer Sebastian Kneipp als Mittel gegen Husten und bei Verdauungsbeschwerden verwandt. Die Früchte des Baumes des Jahres 2002 sollen aber auch bei Rheuma, Gicht und Gelenkerkrankungen helfen.
Hagebutte gehört zu den besten Vitamin C- Spendern überhaupt, zusätzlich aber liefert sie auch reichlich B- Vitamine und wertvolle Mineralstoffe. Schon Hippokrates schätzte die Heileigenschaften der Herbstfrucht und verschrieb sie bei Entzündungen und zur Stärkung der Abwehrkräfte.
Himbeere. Kein anderes rohes Lebensmittel verfügt über so viel Salizylsäure wie die Himbeere. Diese natürliche Salizylsäure ist verwandt mit dem Wirkstoff in Aspirin®. Sie dämpft Schmerzen und wirkt Fieber senkend. Der hohe Kalziumanteil in Verbindung mit Vitamin C macht die süße Frucht außerdem zur natürlichen Hilfe für die Knochen.
Preiselbeeren. Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten empfehlen Experten Extrakte aus Preiselbeeren oder die dunkle Frucht in Form von Saft oder Nektar. Nach amerikanischen Studien sollen Preiselbeer- Tannine dafür sorgen, dass sich E. coli- Bakterien nicht an die Zellen des Harntraktes anbinden können. Die Bakterien werden dann, ohne sich schädlich auswirken zu können, mit dem Urin aus Blase und Nieren ausgeschwemmt.
Pilze. Neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen spenden Pilze vor allem auch das seltene Vitamin D. Vorsichtig sollte man aber bei der Zubereitung sein. Die Pilze sollten nur frisch und gereinigt verarbeitet werden. Da sie schwerer verdaulich sind, müssen sie auch gut durchgekaut werden.
Gesundheit aus der Teetasse
Was gibt es Schöneres als an einem kalten und regnerischen Herbsttag gemütlich in der molligen Wohnung zu sitzen und eine heiße Tasse Tee zu sich zu nehmen? Das Beste: man kann gleichzeitig noch etwas für seine Gesundheit tun, denn für fast alle Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen, aus dem man einen heilenden Trunk brauen kann.
Hilfe, die nächste Erkältung beginnt mit pochenden Kopfschmerzen: dann gibt es nur eins, drei Tassen Holunderblüten-Tee täglich trinken, das wirkt wahre Wunder! Hat es einen dann doch erwischt mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit, hat Mutter Natur so manches wirkungsvolle Mittel in ihrer Teeapotheke. So lindern bei starkem Husten Spitzwegerich- oder Malvenblüten-Tee die Beschwerden.
Ist der Hals entzündet, beruhigt Kamillen- oder Salbeitee. Bei Fieber altbekannt als geeignetes Mittel sind Weiden- oder Lindenblütentees. Hat sich die Stimmung dem grauen Wetter angepasst, beweist Johanniskraut seine erhellende Wirkung. Sorgt die depressive Stimmung für unruhigen Schlaf, raten Naturheiler dazu, täglich mindestens drei Tassen Baldriantee zu trinken.
Als geeignetes Rezept zur Stärkung des Herzens wird Weißdorntee angesehen. Will man seiner Leber etwas Gutes tun, sollte sich in der Teetasse ein Aufguss aus Mariendistelfrüchten oder Artischockenblättern befinden. Auch Schafgarbe und Wermutkraut können der Unterstützung dieses Organs dienen.
Läuft einem schon einmal die Galle über, hilft Alant oder Löwenzahn, ebenso ein schmackhafter Pfefferminz-Tee.
Gibt es Probleme mit der Blase, dann hat sich Birkenblätter-Tee bewährt.
Zuviel gegessen, Blähungen, Völlegefühl und Sodbrennen? Vor allem diese drei Gewürze sind wärmstens als Tee zu empfehlen: Anis, Fenchel und Kümmel. Und bei Verstopfung erweist Fenchel seine wohltuende Wirkung.
Unterstützend können bei rheumatischen Erkrankungen Teufelskrallenwurzel und Weidenrinde eingesetzt werden.
Natürlich aber gilt: Tees sind keine Wundermittel, sie ersetzen in keinem Fall verordnete Medikamente. Ein Arzt sollte in jedem Fall aufgesucht werden, wenn plötzlich auftretende Beschwerden trotz Teekur stärker werden oder bestehen bleiben.
Wie wär´s jetzt mit einer teatime
Wieviele Vitamine braucht der Mensch?
Die Tage werden wieder kürzer, es wird merklich kühler und ungemütlicher.
Eine ganz schöne Belastung für den menschlichen Organismus! Die beste Grundlage für die Gesundheit in der kalten Jahreszeit ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, dazu Fisch oder Geflügel.
Bei gesunden und jungen Menschen reicht eine gesunde Mischkost aus, um die optimale Versorgung mit Vitaminen zu gewährleisten. Heranwachsende, Schwangere, stillende Mütter, Raucher, ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen aber haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen.
Ebenso Patienten, die Schmerzmittel oder regelmäßig andere Medikamente zu sich nehmen. Sie sollten zusätzlich Vitaminpräparate zuführen. Die Dosierung sollte mit einem Arzt abgesprochen werden, denn der übermäßige Konsum von Vitaminen kann sich durchaus auch als schädlich erweisen. So können sich die fettlöslichen Vitamine A und E in der Leber, in den Muskeln oder im Fettgewebe ablagern. Dort werden sie nur langsam abgebaut. Ständige Überdosierung kann zu leichten Vergiftungserscheinungen führen.
So kann Vitamin A- Überdosierung zu Kopfschmerzen, Hautproblemen oder Haarausfall führen. Vitamin E im Übermaß kann Störungen der Blutgerinnung auslösen, zuviel Vitamin D Erbrechen, Schwächeanfälle, Kopf- und Gliederschmerzen. Umgekehrt gibt es neben Medikamenten noch andere Vitaminkiller. So sorgen Kaffee & schwarzer Tee für eine verstärkte Ausscheidung. Isst man viel Fett, wird kräftig Vitamin C und E abgebaut. Ähnliche Effekte lösen auch Sonnen- oder Solarienbäder aus. Risikopatienten, Infektanfällige und Menschen, die nicht gerne Obst und Gemüse zu sich nehmen, sollten ihre Ernährung mit Multivitaminpräparaten ergänzen, die zugleich auch Spurenelemente enthalten.
Die handelsüblichen Apothekenprodukte enthalten in aller Regel die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesmengen zur Deckung des Mindestbedarfs, so dass es nicht zu einer Überdosierung kommen kann. Über Monopräparate mit Einzelvitaminen sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden.
Wer lieber auf Natur setzt, sollte wissen:
- Gute Vitamin A-Spender sind rohe Karotten (55 g decken den Tagesbedarf), Spinat (100 g) oder Aprikosen (200g).
- Vitamin B1 für 24 Stunden liefern 100g Sojasprossen, 80g Naturreis oder 100g Schweinefilet.
- Den Vitamin B2- Bedarf decken 3/4 Liter Milch, 160g Hähnchenbrust oder 200g Haferflocken.
- Vitamin B6 ist reichlich in Avocados (250g pro Tag reichen), ebenso in Bananen (zwei Stück) oder in Lachs (120g) vorhanden.
- Vitamin C sollte über den Tag verteilt zu sich genommen werden, da ein Zuviel schnell wieder ausgeschieden wird und nicht gespeichert werden kann. Optimal: kleine Zwischenmahlzeiten oder Beilagen mit Paprika (70g), Brokkoli (90g), zwei Kiwis oder ein bis zwei Gläser Orangensaft einplanen.
- Die Vitamin D-Tagesdosis erreicht man durch 100g Avocado, 200g Pfifferlinge oder eine Portion Fisch.
- Zur Regulierung des Vitamin D-Haushalts benötigt der Körper 20g Haselnüsse, 100g Sojabohnen, einen Löffel Weizenkeimöl oder 200g Kichererbsen.
Gut versorgt mit Nährstoffen
Wer gesund ist, sich abwechslungsreich ernährt und auf eine gute Portion Frischkost setzt, braucht kaum einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu befürchten. Allerdings gibt es interessante und nicht immer erwünschte Wechselwirkungen zwischen manchen Biostoffen. Wissenswertes über die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralien:
- Eisen: Das Mineral ist essentiell für die Blutbildung – eine gute Eisenversorgung also extrem wichtig. Über die tägliche Nahrung ist das jedoch gar nicht so leicht. Wer viel eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Innereien und Eigelb isst, hat weniger Probleme, zumal der Körper Eisen aus tierischen Quellen bis zu 30 Prozent aufnehmen kann. Über pflanzliche Kost ist die Ausbeute wesentlich geringer – zum einen ist ihr Eisengehalt geringer, zum anderen wird es im Darm nur zu 3 bis 8 Prozent resorbiert. Tipp: Die Eisenzufuhr kann man verbessern, wenn man eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C kombiniert.
- Phosphat: Phosphor ist in zahlreichen Lebensmitteln und Zusatzstoffen in Form von Phosphaten enthalten. Besonders wichtig ist das Mineral Substanz als Baustoff für gesunde Knochen. Phosphor ist jedoch leider ein Gegenspieler des Kalziums. Besonders phosphatreiche Lebensmittel – Schmelzkäse, Fleisch, Wurstwaren, Colagetränke, Fertigprodukte – sollten daher nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen.
- Vitamin B6: Mit steigendem Eiweißkonsum erhöht sich der Bedarf an diesem Biostoff, da der Körper ihn braucht, um Aminosäuren zu verstoffwechseln. Gleiches gilt für eine vermehrte Fettzufuhr. Zum Glück ist Vitamin B6 in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Zu den besten Quellen zählen Hefe, Fleisch und Leber, Bananen und Nüsse.
- Zucker: Er hatte lange Zeit den Ruf, ein Vitaminräuber zu sein, da der Organismus für die Verwertung der großen Zuckermoleküle Vitamin B1 benötigt. Mittlerweile zeigen neue ernährungswissenschaftliche Studien jedoch, dass Zucker die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen nicht beeinträchtigt. Zwar sind für seine Verwertung B-Vitamine nötig. Doch sie werden dabei nicht zerstört oder verbraucht, sondern im Verlauf der Reaktion wieder neu eingesetzt.
- Oxalsäure: Die Säure kommt in Form ihrer Salze (Oxalate) in Lebensmitteln wie Rhabarber, Mangold, Spinat, Schwarztee und Kakao vor. Sie behindert die Aufnahme von Kalzium, der Grundsubstanz von Knochen und Zähnen, indem sie mit dem Mineral zu einem großen Molekülkomplex auskristallisiert, so dass es kaum noch wasserlöslich ist. Ähnlich beeinträchtigt Oxalsäure die Eisenresorption.
- Koffein: Der „Wachmacher“ kommt in Kaffee, Schwarztee und Matetee vor und wird vielen Colagetränken und Energydrinks zugesetzt. Es wirkt belebend und erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium. Kaffee, Schwarzer und Grüner Tee enthalten zudem phenolische Verbindungen, die Tannine, die negativ auf die Aufnahme von Eisen wirken.
- Alkohol und Nikotin: Beide Stoffe gelten als Vitaminräuber. Alkohol bewirkt eine allgemein verminderte Resorption von Vitaminen und beeinflusst den Vitaminstoffwechsel negativ. Nikotin räubert nicht im eigentlichen Sinne, erhöht aber die Anzahl von schädlichen freien Radikalen im Körper. Damit steigt zugleich der Vitaminbedarf. Besonders Vitamin C ist gefragt.