Patienteninformationen

Hier finden Sie unsere Patienteninformationen zu interessanten Gesundheitsthemen. Dieser Bereich wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Medikamente richtig einnehmen/anwenden

Medikamente müssen richtig angewendet werden, damit sie optimal wirken können. Die Packungsbeilage bzw. die Gebrauchsinformation informiert darüber, was bei einer Arznei zu beachten ist. Generell gilt für die verschiedenen Darreichungsformen:

Feste Darreichungsformen wie z. B. Tabletten, Brausetabletten, Kapseln und Dragees

  • Nehmen Sie diese Medikamente mit aufgerichtetem Oberkörper ein. Im Liegen oder nur halb aufgerichtet könnten Sie sich verschlucken. Das gilt übrigens für alle Medikamente zur oralen Einnahme, also auch Säfte, Tropfen etc.)
  • Neigen Sie den Kopf etwas vor. Bei nach hinten geneigtem Kopf kann die Trinkflüssigkeit voraus laufen und das Mittel im Mund oder in der Speiseröhre stecken bleiben.
  • Spülen Sie das Medikament mit reichlich Flüssigkeit hinunter. Am besten sind Leitungswasser oder stille Mineralwasser. Ungeeignet sind Milch, Obstsäfte, Alkohol und heiße Getränke.
  • Zerteilen Sie Tabletten nur dann, wenn sie eine dafür vorgesehene Bruchkerbe haben und die Gebrauchsinformation eine halbe Tablette zur Dosierung vorsieht
  • Lösen Sie Brausetabletten nicht in heißen Getränken, Milch oder Saft auf – es sei denn, die Packungsbeilage verlangt das ausdrücklich.
  • Trinken Sie in Wasser aufgelöste Brausetabletten direkt.


Säfte, Lösungen & Co. zur Einnahme

  • Benutzen Sie – falls vorhanden - stets den mitgelieferten Messlöffel oder -becher.
  • Lesen Sie nach, ob Sie die Flüssigkeit vor Gebrauch schütteln sollen.
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  • Füllen Sie bei so genannten Trockensäften das Pulver bis zur Markierung des Messbechers oder der Flasche mit kaltem Wasser auf. Schütteln Sie die Mischung gut. Prüfen Sie, nachdem der Schaum zusammengefallen ist, ob die Flüssigkeitsmenge bis zur Markierung reicht. Liegt der Pegel niedriger, füllen Sie Wasser nach.

Tropfen zur lokalen Anwendung, z. B. Ohr, Nase oder Auge

  • Wenden Sie Ohrentropfen immer handwarm an, denn der Gehörgang ist sehr temperaturempfindlich.
  • Bei Ohrentropfen legen Sie den Kopf zur Seite und geben einen Tropfen in den Gehörgang. Warten Sie ein wenig, bevor Sie den Kopf aufrichten oder zur anderen Seite neigen.
  • Bei Nasentropfen putzen Sie sich vorher die Nase, legen den Kopf in den Nacken und geben einen Tropfen in jedes Nasenloch. Halten Sie anschließend den Kopf gerade, damit die Flüssigkeit nicht in den Rachen läuft. Bei einem Spray atmen Sie während des Sprühens leicht durch die Nase ein.
  • Bei Augentropfen legen Sie den Kopf zurück und träufeln einen Tropfen in den Augenwinkel. Blinzeln Sie und rollen Sie bei geschlossenen Lidern die Augäpfel, damit sich die Wirkstoffe gut verteilen. Lassen Sie das Auge noch einige Sekunden geschlossen.

Zäpfchen

  • Wenden Sie ein Zäpfchen möglichst bei leerem Darm an.
  • Führen Sie es mit der spitzen Seite voran ein.
  • Verwenden Sie dabei weder Cremes, Salben oder ein Öl – solche Gleitmittel können die Aufnahme und die Wirkung der Arzneistoffe beeinträchtigen.

Mit entscheidend für die Wirkung eines Arzneimittels ist der Zeitpunkt der Einnahme. Diesen können Sie der Packungsbeilage entnehmen oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker. Arzneimittel, die wie manche Schmerz- oder Rheumamittel möglicherweise die Magenschleimhaut reizen können, nehmen Sie in der Regel während oder auch nach dem Essen ein.

Der richtige Zeitpunkt für Präparate, deren Wirkstoffe sich erst Dünndarm auflösen dürfen oder die wie ein Schmerzmittel schnell wirken sollen, ist vor einer Mahlzeit. Auch einige Antibiotika nehmen Sie am besten vorher ein. Würden sie in einen vollen Magen gelangen, können ihre Wirkstoffe durch Nahrungsbreibestandteile inaktiviert werden.

An Arzneimittel, die nachts wirken sollen denken Sie am besten kurz bevor Sie ins Bett gehen. Schlafmittel nehmen Sie je nach Packungsbeilage am Günstigsten etwa eine halbe Stunde bevor Sie sich hinlegen ein.

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Gut versorgt mit Nährstoffen

Wer gesund ist, sich abwechslungsreich ernährt und auf eine gute Portion Frischkost setzt, braucht kaum einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu befürchten. Allerdings gibt es interessante und nicht immer erwünschte Wechselwirkungen zwischen manchen Biostoffen. Wissenswertes über die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralien:

  • Eisen: Das Mineral ist essentiell für die Blutbildung – eine gute Eisenversorgung also extrem wichtig. Über die tägliche Nahrung ist das jedoch gar nicht so leicht. Wer viel eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Innereien und Eigelb isst, hat weniger Probleme, zumal der Körper Eisen aus tierischen Quellen bis zu 30 Prozent aufnehmen kann. Über pflanzliche Kost ist die Ausbeute wesentlich geringer – zum einen ist ihr Eisengehalt geringer, zum anderen wird es im Darm nur zu 3 bis 8 Prozent resorbiert. Tipp: Die Eisenzufuhr kann man verbessern, wenn man eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C kombiniert.

  • Phosphat: Phosphor ist in zahlreichen Lebensmitteln und Zusatzstoffen in Form von Phosphaten enthalten. Besonders wichtig ist das Mineral Substanz als Baustoff für gesunde Knochen. Phosphor ist jedoch leider ein Gegenspieler des Kalziums. Besonders phosphatreiche Lebensmittel – Schmelzkäse, Fleisch, Wurstwaren, Colagetränke, Fertigprodukte – sollten daher nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen.

  • Vitamin B6: Mit steigendem Eiweißkonsum erhöht sich der Bedarf an diesem Biostoff, da der Körper ihn braucht, um Aminosäuren zu verstoffwechseln. Gleiches gilt für eine vermehrte Fettzufuhr. Zum Glück ist Vitamin B6 in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Zu den besten Quellen zählen Hefe, Fleisch und Leber, Bananen und Nüsse.

  • Zucker: Er hatte lange Zeit den Ruf, ein Vitaminräuber zu sein, da der Organismus für die Verwertung der großen Zuckermoleküle Vitamin B1 benötigt. Mittlerweile zeigen neue ernährungswissenschaftliche Studien jedoch, dass Zucker die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen nicht beeinträchtigt. Zwar sind für seine Verwertung B-Vitamine nötig. Doch sie werden dabei nicht zerstört oder verbraucht, sondern im Verlauf der Reaktion wieder neu eingesetzt.

  • Oxalsäure: Die Säure kommt in Form ihrer Salze (Oxalate) in Lebensmitteln wie Rhabarber, Mangold, Spinat, Schwarztee und Kakao vor. Sie behindert die Aufnahme von Kalzium, der Grundsubstanz von Knochen und Zähnen, indem sie mit dem Mineral zu einem großen Molekülkomplex auskristallisiert, so dass es kaum noch wasserlöslich ist. Ähnlich beeinträchtigt Oxalsäure die Eisenresorption.

  • Koffein: Der „Wachmacher“ kommt in Kaffee, Schwarztee und Matetee vor und wird vielen Colagetränken und Energydrinks zugesetzt. Es wirkt belebend und erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium. Kaffee, Schwarzer und Grüner Tee enthalten zudem phenolische Verbindungen, die Tannine, die negativ auf die Aufnahme von Eisen wirken.

  • Alkohol und Nikotin: Beide Stoffe gelten als Vitaminräuber. Alkohol bewirkt eine allgemein verminderte Resorption von Vitaminen und beeinflusst den Vitaminstoffwechsel negativ. Nikotin räubert nicht im eigentlichen Sinne, erhöht aber die Anzahl von schädlichen freien Radikalen im Körper. Damit steigt zugleich der Vitaminbedarf. Besonders Vitamin C ist gefragt.

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Wieviele Vitamine braucht der Mensch?

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Gesundheit aus der Teetasse

Was gibt es Schöneres als an einem kalten und regnerischen Herbsttag gemütlich in der molligen Wohnung zu sitzen und eine heiße Tasse Tee zu sich zu nehmen? Das Beste: man kann gleichzeitig noch etwas für seine Gesundheit tun, denn für fast alle Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen, aus dem man einen heilenden Trunk brauen kann.

Hilfe, die nächste Erkältung beginnt mit pochenden Kopfschmerzen: dann gibt es nur eins, drei Tassen Holunderblüten-Tee täglich trinken, das wirkt wahre Wunder! Hat es einen dann doch erwischt mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit, hat Mutter Natur so manches wirkungsvolle Mittel in ihrer Teeapotheke. So lindern bei starkem Husten Spitzwegerich- oder Malvenblüten-Tee die Beschwerden.

Ist der Hals entzündet, beruhigt Kamillen- oder Salbeitee. Bei Fieber altbekannt als geeignetes Mittel sind Weiden- oder Lindenblütentees. Hat sich die Stimmung dem grauen Wetter angepasst, beweist Johanniskraut seine erhellende Wirkung. Sorgt die depressive Stimmung für unruhigen Schlaf, raten Naturheiler dazu, täglich mindestens drei Tassen Baldriantee zu trinken.

Als geeignetes Rezept zur Stärkung des Herzens wird Weißdorntee angesehen. Will man seiner Leber etwas Gutes tun, sollte sich in der Teetasse ein Aufguss aus Mariendistelfrüchten oder Artischockenblättern befinden. Auch Schafgarbe und Wermutkraut können der Unterstützung dieses Organs dienen.

Läuft einem schon einmal die Galle über, hilft Alant oder Löwenzahn, ebenso ein schmackhafter Pfefferminz-Tee.

Gibt es Probleme mit der Blase, dann hat sich Birkenblätter-Tee bewährt.

Zuviel gegessen, Blähungen, Völlegefühl und Sodbrennen? Vor allem diese drei Gewürze sind wärmstens als Tee zu empfehlen: Anis, Fenchel und Kümmel. Und bei Verstopfung erweist Fenchel seine wohltuende Wirkung.

Unterstützend können bei rheumatischen Erkrankungen Teufelskrallenwurzel und Weidenrinde eingesetzt werden.

Natürlich aber gilt: Tees sind keine Wundermittel, sie ersetzen in keinem Fall verordnete Medikamente. Ein Arzt sollte in jedem Fall aufgesucht werden, wenn plötzlich auftretende Beschwerden trotz Teekur stärker werden oder bestehen bleiben.

Wie wär´s jetzt mit einer teatime

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